Wie geht man richtig mit neurodegenerativen Krankheiten um?

Neurodegenerativen Krankheiten

Laut einigen Studien soll der Faktor neurodegenerative Krankheiten im Jahr 2030 die meisten Tode zu verantworten haben. Damit überholt er die derzeitige Nummer 1 Krebs. Vielen ist dies jedoch nicht bewusst, denn Krebs steht im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit. 

Leider trifft diese Art der Krankheit im Alter jeden, denn altersbedingt reduzieren sich die Anzahl der Neuronenverknüpfungen bei jedem von uns. Man kann es sich vorstellen, als wären viele Bälle mit Stricken verknüpft. In jedem Ball haben wir Informationen gespeichert. 

Diese Bälle sind für sich alleine jedoch nicht brauchbar. Erst wenn die Informationen aus jedem Ball über die Stricke geleitet wird, entstehen Gedanken und wir können Lösungen finden. 

Leider ist es extrem energieaufwendig diese Stricke aufrechtzuerhalten. Aus diesem Grund kappt der Körper diese Stricke im Alter (teilweise beginnt dieser Prozess schon mit 35). Die Informationen sind also alle noch da, aber die Verknüpfungen lösen sich auf. Deshalb kann der Körper nicht mehr darauf zugreifen, nur als Netzwerk funktioniert jeder Ball.

Dies ist nur eine Form der neurodegenerativen Krankheiten, nämlich die der Demenz. Was genau neurodegenerative Krankheiten umfasst und wie damit umgegangen werden sollte, das umfasst dieser Artikel. 

Inhaltsverzeichnis

Was sind neurodegenerative Krankheiten überhaupt? 

“”Neurodegenerative Erkrankung“ ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Erkrankungen, die in erster Linie die Nervenzellen im menschlichen Gehirn betreffen.

Neurodegenerative Erkrankungen sind nicht heilbar. Sie schwächen die Gesundheit und führen zu einer fortschreitenden Degeneration und zum Tod der Nervenzellen. Die Folge sind Probleme mit der Bewegungskoordination (Ataxien) oder den mentalen Fähigkeiten (Demenzerkrankungen).

Demenzerkrankungen machen in Form der Alzheimer-Krankheit mit 60–70 % der Fälle den größten Anteil neurodegenerativer Erkrankungen aus.”1

Die häufigsten neurodegenerativen Krankheiten sind folgende:

  • Alzheimer-Erkrankung 
  • Parkinson-Erkrankung 
  • Prionenerkrankungen (Gehirngewebe wird angegriffen und zerstört durch z.B. Eiweiße)
  • Motoneuronenerkrankungen (für die Bewegung zuständige “Bälle” werden entknüpft bzw. zerstört)
  • Huntington-Erkrankung (Gehirnzellen des Bewegungsapparates werden durch ein fehlerhaftes Eiweiß zerstört)

Auch wenn es etwas verwerflich ist das zu sagen: Demenz ist wahrscheinlich noch der Promi unter diesen Krankheiten. Dementsprechend ist die Forschung ebenfalls daran bemüht den Angstfaktor Demenz zu reduzieren. Dies gelingt mehr oder weniger gut. 

Oft ist es an den Angehörigen die Betroffenen gut zu behandeln und dafür zu sorgen, dass die Krankheit einen milden Verlauf annimmt. 

Umgang mit neurodegenerativen Krankheiten am Beispiel Demenz

Wie kann man einen Menschen fordern, was sollte man ihm abnehmen und was lieber lassen? In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns kurz mit diesem Thema. 

Neurodegenerativen Krankheiten Menschen mit Demenz sind trotzdem erwachsene Menschen

Der Betroffene sollte nicht verkindlicht werden oder, was noch schlimmer ist, zur Sache gemacht werden, indem er kommentarlos herumgeschoben wird. Natürlich möchte er sich noch unterhalten, was komplett selbstverständlich ist. Es sollte also versucht werden die Selbstständigkeit und die Interaktion auf Augenhöhe so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. 

Ein großer Beitrag kann schon der Spaziergang sein, indem zwar ein Betreuer mit dabei ist, der Betroffene aber eigenständig läuft. Patienten mit dem Wheelator merken oft wie viel Freiheit sie dadurch gewinnen, wenn sie ohne die Hilfe eines anderen Menschen wieder stabil laufen können. Es ist der Rückgewinn der Freiheit für sie und es verleiht ihnen, trotz ihrer Krankheit,  ein beflügelndes Gefühl.

Die Welt eines Menschen mit Demenz ergibt Sinn

Folgende Grundeinstellung beim Umgang mit dementen Personen ist folgende: In ihrer Welt ergeben seine Taten und seine Gedanken einen Sinn. Für Betroffene ist die Vergangenheit oft identisch mit der Gegenwart. Es ist ein großes Einfühlungsvermögen vonnöten, um sich in die Situation des Betroffenen hineinzuversetzen, jedoch kann es möglich sein. Dadurch nehmen wir eine ganz andere Haltung zu diesem Menschen ein, als wenn man ihn schlicht als “dement” abstempelt.

Neurodegenerativen Krankheiten die richtige Kommunikation verwenden

Der Informationsaustausch fällt Demenzerkrankten zunehmend schwerer.  Die kognitiven Fähigkeiten nehmen ab. Auch das Hör- und Sehvermögen nimmt im Verlauf der Krankheit ab. Viele Betroffene sind im Anfangsstadium der Krankheit frustriert, ängstlich oder fühlen sich zunehmend hilflos, weil sie Veränderungen selbst an sich beobachten, was die Kommunikation zusätzlich erschwert. Folgende Tipps sollten helfen: 

Einfache und eindeutige Sprache benutzen

Du solltest komplexe Sätze und Metaphern vermeiden. Menschen mit Demenz werden Ironie und Sarkasmus wahrscheinlich ebenso nicht verstehen. Es sollten unkomplizierte Sätze verwendet werden, wichtige Informationen oft wiederholen und dabei immer ähnliche Formulierungen verwenden. Zur eindeutigen Sprache gehört außerdem eine deutliche und langsame Aussprache.

Richtig fragen

Fragen sind für Demenzerkrankte eine Herausforderung, denn sie müssen auf Informationen in ihrem Kopf zugreifen, die sie vielleicht gar nicht mehr haben. Entscheidungen zu treffen oder etwas erklären stellt meist eine Überlastung dar. Als Angehöriger kann jedoch Vieles durch das richtige Fragen einfacher gestaltet werden: 

Ja-Nein-Fragen und Fragen mit wenigen Alternativen

Wenn man eine Antwort wünscht, sollte man bei der Auswahl der fragen möglichst wenige Alternativen lassen. Ja/Nein Fragen sind was das angeht perfekt. Ebenso bieten sich Fagen an, bei denen man Betroffene vor eine Wahl zwischen verschiedenen Antworten stellt. W- fragen (also warum, was, wie…) sind jedoch zu vermeiden, denn sie haben einen zu großen Antwortenhorizont, aus dem der Betroffene auswählen könnte.  

Zeit für eine Antwort lassen

Durch den zunehmenden Verlust der Sprache dauert die Wortfindung oft länger. Deshalb sollte man Erkrankten einfach mehr Zeit einräumen, um die richtigen Worte in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Es könnte sonst durchaus zu Stresssituationen kommen, wenn sich Betroffene unter Druck gesetzt fühlen. Außerdem werden sie sich gut fühlen, wenn man ihnen Respekt entgegenbringt und auf ihre Antwort wartet. 

Richtig Fordern bzw. Fördern

Mobilität und Bewegung haben sowohl positive Auswirkungen auf das Erinnerungsvermögen, als auch die Selbstständigkeit. Deshalb sollten Demenzerkrankte wo es nur geht gefordert und gefördert werden. Natürlich sollte dies immer mit einer gewissen Anpassung an die jeweilige Situation des Erkrankten passieren, denn eine Überforderung sollte genauso vermieden werden. Beim Finden von Herausforderungen kann man sich folgende Fragen zunutze machen: “Was kann der Betroffene noch gut?” “An was hat er besondere Freude?” “In welchen Gebieten fühlt er sich noch kompetent?”

Den Körper beanspruchen

Die langen Spaziergänge und die gesunde Belastung des Körpers sind enorm wichtig, wenn es um das würdevolle Altern von Betroffenen geht. In einer Studie konnte sogar nachgewiesen werden, dass die Bewegung das Fortschreiten der Krankheit überraschend verzögern kann. Falls die Selbstständigkeit und Mobilität gefördert werden sollte, dann empfehlen wir den Wheelator. Es ist der perfekte Einstieg, um wieder auf die Beine zu kommen. Es verleiht Senioren Sicherheit und doch ein Gefühl der Eigenständigkeit, weil Sie sicher sind, aber keine weitere Person brauchen, um zu laufen. 

Erinnerungen wecken

Oft sind bestimmte Sinneseindrücke mit Erinnerungen verbunden. Erweckt man einen Sinn, so kann ein Mensch mit Demenz eine Erinnerung zurückerlangen. Ein therapeutischer Ansatz ist das Anwenden von Musik. Durch Tanzen und Musik werden oft Erinnerungen an die Vergangenheit zurück ans Tageslicht geholt. Betroffene können sehr davon profitieren. 

Die Selbstständigkeit erhalten

Die Wiederholung macht bei Menschen mit Demenz den großen Unterschied. Dadurch können bekannte Tätigkeiten länger im Gedächtnis bleiben und sogar das Erlernen von Neuem ist begrenzt möglich. Deshalb sollten Betroffene alles selbst tun, was im Bereich des möglichen ist. Die Selbstständigkeit sollte so weit es nur geht erhalten bleiben. Hilfe ist nur notwendig, wenn es unbedingt sein muss. 

Dies gehört einfach zum Altern in Würde dazu und jeder Erwachsene würde es sich wahrscheinlich ebenso wünschen. 

Abschließend ist zu sagen, dass wir unseren Verwandten mit Respekt gegenüber treten sollten. Sie sind immer noch Menschen und können ein aktiver Teil unseres Lebens bleiben. Sie können durch entsprechende Förderung auch selbstständig bleiben. Was für Betroffene jedoch enorm wichtig ist, ist der emotionale Beistand. Es macht ihnen mindestens genauso viel Angst, wie den Angehörigen, aber zusammen lässt sich dieser emotionale Ballast stemmen. 

 

UNSERE WERTE

Mit Fokus auf die Bedürfnisse von Endverbrauchern entwickeln und produzieren wir hochwertige Produkte, die den Alltag von Menschen und ihren Angehörigen erleichtern. Unsere Produkte schaffen nicht nur mehr Lebensqualität, sondern sie sorgen dafür, dass Menschen persönlich unabhängiger sein können und mehr Eigenverantwortung übernehmen können, bei jedem Schritt, den sie gehen. 
Wir sind offen für neue Ideen und Reformen und investieren in gemeinsame Universitätsprojekte. Wir sehen durch die Augen und hören durch die Ohren des Kunden und sind immer daran, Wünsche und Bedürfnisse von beeinträchtigten Menschen kennenzulernen. Unsere Vision ist es neue Dinge zu schaffen und Wünsche zu erfüllen, die Menschen auf dem Weg zu mehr Mobilität und Eigenständigkeit verhelfen.
Wir investieren in die Zukunft. Mit hochmodernen Maschinenparks und unserem hohen Qualitätsanspruch garantieren wir sichere und langlebige Produkte, die sich im Alltag bewähren. 
Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch und sind stolz auf darauf, dass unsere Gehhilfen das Schlüsselkennzeichen „MADE IN FINLAND“ tragen. Das Schlüsselkennzeichen unterscheidet uns von Mitbewerbern und zeigt unseren Kunden und Verbrauchern, dass Tukimet Oy nicht nur auf Qualität, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit setzt, sondern auch regionale Arbeitsplätze schafft und erhält. 

MEHR ZUM WHEELLATOR®

WEITERE BEITRÄGE

Sie haben Fragen?

Wir helfen Ihnen weiter. Schreiben Sie uns ein E-Mail. Das Team von Tukimet Oy kümmert sich gern um Ihr Anliegen.

Zum Kontaktformular