We are available from Monday to Friday: +358 44 786 3740

Beim Rollator-Kauf sollten Sie auf Stabilität, Kippsicherheit und individuelle Anpassungsmöglichkeiten achten. Moderne Mobilitätshilfen bieten heute deutlich mehr Funktionen als herkömmliche Rollatoren, darunter integrierte Sitzfunktionen, Fußstützen und die Möglichkeit zur rollstuhlartigen Nutzung. Die richtige Größeneinstellung und die Auswahl der Bezugsquelle sind entscheidend für optimalen Komfort und maximale Sicherheit.

Was ist der Unterschied zwischen einem herkömmlichen Rollator und modernen Mobilitätshilfen?

Herkömmliche Rollatoren dienen hauptsächlich als Gehhilfe mit vier Rädern und einer einfachen Sitzgelegenheit. Moderne Mobilitätshilfen kombinieren hingegen mehrere Funktionen in einem Gerät und bieten deutlich mehr Vielseitigkeit und Sicherheit.

Traditionelle Rollatoren haben oft Stabilitätsprobleme und können bei unvorsichtiger Nutzung umkippen. Sie verfügen über eine Grundausstattung mit Bremsen, einem kleinen Korb und einer schmalen Sitzfläche, die nur für kurze Ruhepausen geeignet ist.

Innovative Lösungen wie kombinierte Rollator-Rollstuhl-Systeme bieten dagegen erweiterte Funktionalität. Diese Geräte sind kippsicherer konstruiert und ermöglichen es Nutzerinnen und Nutzern, zwischen aktivem Gehen und passivem Transport zu wechseln. Sie verfügen über Handreifen für selbstständige Fortbewegung im Sitzen, ausklappbare Fußstützen und ergonomisch gestaltete Sitzflächen.

Besonders für Menschen mit Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer oder Multipler Sklerose bieten moderne Systeme wichtige Vorteile. Die variable Nutzung als Gehhilfe oder Rollstuhl passt sich den schwankenden Mobilitätsbedürfnissen an, die bei diesen Krankheitsbildern typisch sind.

Welche Faktoren sollten bei der Rollator-Auswahl berücksichtigt werden?

Stabilität und Kippsicherheit stehen bei der Rollator-Auswahl an oberster Stelle, gefolgt von Gewicht, Sitzkomfort und individuellen Anpassungsmöglichkeiten. Das richtige Modell hängt von Ihren spezifischen Mobilitätsanforderungen und eventuellen Grunderkrankungen ab.

Die wichtigsten Kaufkriterien umfassen:

Bei spezifischen Erkrankungen sind zusätzliche Überlegungen wichtig. Menschen mit Parkinson benötigen oft Modelle mit besonderen Gehhilfen gegen das „Freezing“. Bei Alzheimer-Patientinnen und -Patienten sollte die Bedienung möglichst intuitiv sein. Von der Flexibilität zwischen Gehen und Sitzen profitieren insbesondere Menschen mit Multipler Sklerose, da die Symptome stark schwanken können.

Fußstützen und Handreifen erweitern die Einsatzmöglichkeiten erheblich und ermöglichen eine rollstuhlähnliche Nutzung, wenn das Gehen zu anstrengend wird.

Wie finde ich die richtige Rollator-Größe und -Einstellung?

Die korrekte Rollator-Größe bestimmen Sie durch die Armhöhe bei entspannt hängenden Armen. Die Griffe sollten auf Handgelenkhöhe eingestellt werden, wenn Sie aufrecht mit leicht angewinkelten Ellenbogen stehen. Eine falsche Einstellung führt zu Rückenproblemen und einem unsicheren Gang.

Für die optimale Größenbestimmung gehen Sie folgendermaßen vor:

Stellen Sie sich aufrecht hin und lassen Sie die Arme entspannt hängen. Die Griffhöhe sollte der Höhe Ihrer Handgelenke entsprechen. Bei korrekter Einstellung sind die Ellenbogen leicht angewinkelt (etwa 15–20 Grad), wenn Sie die Griffe umfassen.

Die Sitzfläche sollte sich etwa auf Höhe Ihrer Kniekehlen befinden. So können Sie sich problemlos hinsetzen und wieder aufstehen. Achten Sie darauf, dass Ihre Füße beim Sitzen flach auf dem Boden stehen können.

Wenn Fußstützen vorhanden sind, sollten diese so positioniert werden, dass Ihre Oberschenkel beim Sitzen möglichst horizontal verlaufen. Die Fußstützen müssen sich leicht ein- und ausklappen lassen, ohne dass Sie sich weit nach vorne beugen müssen.

Die Griffbreite sollte zu Ihrer Handgröße passen. Zu schmale oder zu breite Griffe führen zu schneller Ermüdung und einem unsicheren Halt. Testen Sie verschiedene Griffformen, da ergonomische Griffe den Komfort erheblich verbessern können.

Wo kann man qualitativ hochwertige Rollatoren kaufen und was kostet das?

Hochwertige Rollatoren erhalten Sie im Direktvertrieb vom Hersteller, in Sanitätshäusern oder bei spezialisierten Fachhändlern. Die Preise variieren je nach Ausstattung zwischen 200 und 2.000 Euro, wobei Krankenkassen bei medizinischer Notwendigkeit einen Teil der Kosten übernehmen können.

Die verschiedenen Bezugsquellen bieten unterschiedliche Vorteile:

Der Direktvertrieb vom Hersteller ermöglicht oft eine umfassende Beratung und maßgeschneiderte Anpassungen. Hier erhalten Sie detaillierte Informationen über innovative Funktionen und können das Produkt meist vor dem Kauf testen.

Sanitätshäuser bieten den Vorteil der Kassenabrechnung und der lokalen Betreuung. Sie können bei Reparaturen und Anpassungen schnell helfen und verfügen über Erfahrung mit verschiedenen Krankheitsbildern.

Lokale Fachhändler punkten mit persönlicher Beratung und der Möglichkeit, verschiedene Modelle direkt zu vergleichen. Sie kennen oft die örtlichen Gegebenheiten und können passende Empfehlungen geben.

Die Preisspannen gestalten sich wie folgt: Einfache Standardmodelle kosten 200–500 Euro, während hochwertige Modelle mit erweiterten Funktionen 800–1.500 Euro kosten. Innovative Kombinationsgeräte mit Rollstuhl-Funktion liegen bei 1.200–2.000 Euro.

Krankenkassen übernehmen die Kosten für medizinisch notwendige Hilfsmittel nach ärztlicher Verordnung. Der Eigenanteil beträgt meist 10 Euro, bei aufwendigeren Modellen kann eine private Zuzahlung erforderlich sein. Informieren Sie sich vorab über die Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse.

Die Investition in eine hochwertige Mobilitätshilfe lohnt sich langfristig durch bessere Sicherheit, höheren Komfort und erweiterte Einsatzmöglichkeiten. Achten Sie bei der Auswahl auf Ihre individuellen Bedürfnisse und lassen Sie sich ausführlich beraten, um die optimale Lösung für Ihre Situation zu finden.